Verarbeitung - Boden
Bodenbeurteilung – Weintypen
Das Zusammenspiel von Rebsorte und Boden ist sehr wichtig. Steht eine Rebsorte auf ungeeignetem Boden, kann sich dies geschmacklich und ertragsmäßig negativ auswirken. Deshalb soll zuerst überlegt werden, welchen Typ Veltliner man versucht anzustreben:
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Lössboden – würzig, pfeffrig, kräftig, extraktreich
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Sandboden – elegant, schlankere Struktur
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Urgesteinsboden – fruchtig, strukturiert, mineralisch
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Lehmboden – breiter, schwerer, extraktreicher
Löss- und Lehmböden und Veltliner harmonieren trotz allem am besten. Der Veltliner erinnert somit am ehesten an frisch gemahlenem Pfeffer und wird ein körperreicher Wein mit intensiven, fast dominanten Gewürznoten.
Ebenfalls eine wichtige Rolle für die Qualität des Weines spielt die Lage und das Terroir des Weingartens.
Bodenpflege
Bei der Bodenpflege werden verschiedene Verfahren angewendet, um die biologischen, chemischen und physikalischen Eigenschaften des Bodens zu beeinflussen. Jede Pflegemaßnahme ist ein erheblicher Eingriff in das System des Bodens. Deswegen sind Pflegemaßnahmen mit einer negativen Auswirkung zu vermeiden.
Ziele
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Erhöhung und Erhaltung der organischen Substanz
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Schaffung von ausgeglichenen Temperatur-, Feuchtigkeits- und Bodenluftverhältnissen
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Verhinderung der Bodenerosion
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Verbesserung des Nährstoff- und Wasserspeichervermögens
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Verminderung von Nährstoffverlusten
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optimale Lebensbedingungen für das Bodenleben
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Erhaltung und Verbesserung der Bodenstruktur
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Stabilisierung des Ökosystems
Bodenbegrünung
Bei der Bodenbegrünung ist die Pflanze der Nährhumusspender für den Boden. Entweder werden einjährige oder mehrjährige Begrünungspflanzen in jeder Reihe oder in jeder zweiten Reihe gepflanzt.
Es gibt:
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Teilzeitbegrünung (Herbst-Winterbegrünung, Frühjahrbegrünung)
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Dauerbegrünung (Langzeitbegrünung)
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Naturbegrünung (gelenkte Unkrautdecke)